Das Who is Who des Protests gegen Biopiraterie
Das Who is Who des Protests gegen Biopiraterie: Gruppen und Websites
BRD
Die BUKO Kampagne gegen Biopiraterie (www.biopiraterie.de) hat dieses Buch geschrieben. Sie ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen und arbeitet im Rahmen der „Bundeskoordination Internationalismus“ (BUKO). Die BUKO (www.buko.info) ist ein Zusammenschluss von über 150 Gruppen sowie Einzelpersonen mit internationalistischem Anspruch. Die Kampagne will Widerstand gegen Biopiraterie aufbauen und gesellschaftliche Alternativen diskutieren und unterstützen. Dabei beschäftigt sie sich ebenso mit Biopiraterie in den Ländern des globalen Südens wie mit Biopiraterie vor der eigenen Haustür. Innerhalb der Kampagne bilden sich immer wieder neue Schwerpunkte heraus. Konkrete Biopirateriefälle nimmt die Kampagne zum Anlass, in Absprache mit den Betroffenen an die Öffentlichkeit zu gehen. Aktionen, Protest und juristisches Vorgehen sind Mittel, Patente zu kippen und an den Abkommen zu rütteln, die Biopiraterie begünstigen. Die Kampagne lebt von der Beteiligung vieler Menschen und freut sich immer über weitere MitstreiterInnen. Die Homepage informiert aktuell und ausführlich. Spenden und Zuschüsse ermöglichen Publikationen, Bildungsarbeit und einen immer lauteren Protest gegen Patente auf Leben und Biopiraterie – die Kampagne freut sich über jede Spende – Spendenquittungen können ausgestellt werden. Konto: BUKO-VzF e.V., Kto.-Nr. 234 389 bei der Ev. Darlehensgen. Kiel, BLZ 210 602 37, Stichwort: „Biopiraterie“ Zu erreichen ist die Kampagne unter info@biopiraterie.de, oder c/o BUKO Agrar Koordination, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, Tel. 040/392526.
Die BUKO Agrar Koordination (www.bukoagrar.de) ist im Rahmen der Bundeskoordination Internationalismus“ (BUKO) angesiedelt und arbeitet zu den Schwerpunkten Landwirtschaft und Ernährung. Sie ist Mitträgerin der Kampagne gegen Biopiraterie. Im Rahmen des Jugendbildungsprojekt Biopoly macht die Agrar Koordination Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, unter anderem zu Biopiraterie.
Regelmäßige Recherchen in der Datenbank des Europäischen Patentamts (EPA) führt die in München ansässige Gruppe Kein Patent auf Leben durch. Ihre Website www.keinpatent.de bietet eine gute Informationsquelle im Hinblick auf fragwürdige Fälle aus der Patenterteilungspraxis des EPA und Statistiken über die erteilten Patente.
Einen übergreifenden Ansatz zum Thema geistige Eigentumsrechte verfolgt die ATTAC AG „Wissensallmende und Freier Informationsfluss“ (WAFI). Die Gruppe thematisiert die Bedeutung von Patenten im Softwarebereich ebenso wie Biopiraterie oder die Problematik von Urheberrechten. WAFI arbeitet u. a. an konkreten Kampagnen und Protestaktionen mit. Weitere Infos unter www.wissensallmende.de.
Zu einem Teilbereich von Biopiraterie hierzulande, nämlich den Nachbaugebühren, ist die Interessensgemeinschaft Nachbau (www.ig-nachbau.de) aktiv. Sie ist aus dem alternativen Bauernverband Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) entstanden, informiert über Nachbaugebühren und unterstützt den juristischen und politischen Protest von LandwirtInnen dagegen.
Größere Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace (www.greenpeace.de), der Evangelische Entwicklungsdienst (www.eed.de) und Misereor (www.misereor.de) informieren ebenfalls über Patente auf Leben und Biopiraterie. Sie recherchieren einzelne Fälle, unterstützen Partnerorganisationen in Entwicklungsländern bei der Entwicklung von alternativen Strategien sowie das juristische Vorgehen gegen Skandalpatente.
International
Die spanische Nichtregierungsorganisation GRAIN beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Informations- und Lobbyarbeit zu landwirtschaftlicher biologischer Vielfalt, traditionellem Wissen und Biopiraterie. GRAIN verfügt mit www.grain.org über eine Website, die in englisch, französisch und spanisch aktuelle Informationen zum Thema Biopiraterie enthält. Unter anderem ist dort ein kostenloser Email-Newsletter zu abonnieren, der auf Entwicklungen und Ereignisse hinweist. Eine weitere sehr aktive Organisation ist die in Kanada, England und Mexiko ansässige ETC Group (www.etcgroup.org). ETC steht für Actiongroup on Erosion, Technology and Concentration (Aktionsgruppe zu Erosion, Technologie und Konzentration). In der Selbstdarstellung der Gruppe heißt es: „ETC widmet sich dem Erhalt und der nachhaltigen Förderung der kulturellen und ökologischen Vielfalt und der Menschenrechte.“ Die ETC Group war an einer Reihe erfolgreicher Protestaktionen gegen Biopiraterie beteiligt. Außerdem verleiht sie die Hook Awards für besondere „Leistungen“ auf dem Gebiet der Biopiraterie (www.captainhookawards.org).
Gute Informationsquellen in Bezug auf aktuell laufende internationale Verhandlungen sind das International Centre for Trade and Sustainable Development (ICTSD) in Genf (mit Schwerpunkt auf der WTO) sowie das International Institute for Sustainable Development (IISD), das u. a. die Verhandlungen im Rahmen der CBD beobachtet. Die englischsprachigen Websites sind zu finden unter www.ictsd.org und www.iisd.org
Weitere Organisationen und Websites (mit Angabe der Sprache):
- Amazonlink
- englisch, deutsch, portugiesisch
- La Via campesina
- englisch, französisch, spanisch, portugiesisch
- Iniciativa para la prevencion de la biopirateria
- englisch, spanisch
- BUKO Pharma Kampagne
- englisch, deutsch
- Third World Network
- englisch
- Erklärung von Bern
- englisch, deutsch, französisch, italienisch, spanisch
- Centre for International Environmental Law
- englisch
- Indigenous peoples council on biocolonialism
- englisch
- Focus on the Global South
- englisch, französisch, spanisch, portugiesisch, arabisch